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„Wow, und das sind jetzt 10.000 Euro“, sagte die angehende Einzelhändlerin mit Blick auf eine Tüte, in der sich kleine bunte Papierschnitzel befinden. Welchem Wert die ehemaligen Geldscheine entsprechen, das konnte Martin Dohmgören von der Kölner Filiale der Bundesbank nicht genau sagen. „Das hängt immer von der Stückelung der Scheine ab, die in regelmäßigen Abständen erneuert werden“, so der Experte.

20191113 Falschgeldschulung

Martin Dohmgörgen zeigte den Unterstufenschülern des Bildungsganges Einzelhandel am Berufskolleg Eifel an zahlreichen Beispielen, wie sie echte von gefälschten Scheinen unterscheiden können. Aus dem Berufsalltag wussten viele bereits, worauf sie achten müssen: Wasserzeichen und Sicherheitsfäden sind den angehenden Einzelhändlern und Verkäufern bekannt. Auch der Einsatz von Prüfgeräten spielt im Alltag an der Kasse eine Rolle. Doch wie man auch ohne diese Unterstützung sicher beurteilen kann, ob der Geldschein, der sich vielleicht etwas anders anfühlt, auch akzeptiert werden kann, das war doch für viele neu.

„Die Smaragdzahl lässt sich nicht fälschen“, so Dohmgörgen und demonstrierte, wie der Streifen auf der grünen Zahl mitwandert, wenn man die Geldnote im Licht kippt. Auch das durchsichtige Hologramm bei der jüngeren Generation der Geldscheine sei ein sicheres Zeichen für die Echtheit des Geldscheins. Dohmgörgen: „Ich behaupte mal, dass dafür auch beim Kassieren immer zu wenig Zeit ist.“

Und sollte es man sich dennoch nicht sicher sein und der Verdacht auf Falschgeld vorliegen, sei wichtig, dass diese Note sofort sichergestellt werde. „Falschgeld in Umlauf zu bringen ist eine Straftat und dann ist sicher, dass Sie den Beruf, den Sie heute noch erlernen, nicht mehr ausüben werden“, mahnte er. Es gelte ruhig zu bleiben und die Personalien festzustellen, notfalls auch mit Hilfe der Polizei. In den seltensten Fällen seien die Kunden auch die Fälscher. „Aber Sie können bei der Aufklärung helfen“, ergänzte er und fügte hinzu, dass die Aufklärungsquote sehr hoch sei. Experten wie er prüften dann bei der Bundesbank den Schein intensiver. „Wenn der Schein echt ist, bekommt man den Wert gutgeschrieben“, erklärte er. Anderenfalls habe man Pech gehabt, denn der Wert werde nicht ersetzt.

Nach einem intensiven Vortrag konnten die Auszubildenden ihr gerade erworbenes Wissen selbst anwenden und prüfen, welcher der beiden Scheine unterschiedlicher Stückelung echt sei. „Das ist wirklich nicht einfach“, sagt ein Schüler. Doch mit der Smaragdzahl fanden alle die Blüten.

Text: Bernadette Scheurer

Foto: Bernadette Scheurer

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