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Am 29.09.2015 trafen wir uns um halb acht vor der Schule um uns auf den Weg nach Brüssel zu machen. Unser Tag wurde von Herrn Mauel, dem Auftraggeber eines Großprojektes der Oberstufe, geplant und begleitet. 

 

Mit kurzer Verspätung kamen wir in Brüssel an und wurden mit einer Tasse Kaffee oder heißen Schokolade in einer Chocolaterie empfangen. Sebastian, ein Mitarbeiter der Touristeninformation VISITBRUSSELS, begrüßte uns und stellte sich kurz vor. Er führte uns von dort aus zu einem großen, sehr imposanten, mit Pflanzen ausgeschmückten Platz, dem Jardin du Mont des Arts. Hier trafen wir auf seine Kollegin. Beide erklärten uns die Aufgaben der Touristeninformation und was Ihre Aufgaben sind. So versuchen sie das Klischee des Business Tourismus der Stadt in einen Wochenendtourismus zu verwandeln. Dafür werden von Ihnen Touren geplant, auf die die Besucher zurückgreifen können. Je nach Bedarf ist für jeden was dabei, sei es für Familien, Paare, Kulturliebhaber oder oder oder. Durch unsere Fragen, haben wir sogar erfahren, dass es neben der bekannten belgischen Schokolade und den Pommes frites noch weitere sehr interessante Eigenarten der Stadt gibt. Wussten Sie, dass es in Brüssel eine stark ausgeprägte Comic Szene gibt oder sogar regelmäßig große Festivals für Homosexuelle stattfinden?

Nachdem wir uns einen ersten Überblick beschaffen konnten, wurden wir vor dem Gebäude von VISITBRUSSELS von Mechtild in Empfang genommen. Unsere Stadtführerin zeigte uns den königlichen Park, viele historische Gebäude, in denen heute viele Museen untergebracht sind, den Zentralen Bahnhof, das Rathaus und einen kleinen Teil der Einkaufsstraße. Dort hatten wir auch die Möglichkeit belgische Spezialitäten zu probieren. Neben Schokolade und Pommes frites spezial durften natürlich die Waffeln nicht fehlen. Weiter ging es Richtung Altstadt in der wir neben vielen Jugendstilhäusern auch eine Passage in diesem Stil besichtigten. Diese verläuft durch das ehemalige Metzgerviertel und sollte über einem Kilometer lang werden, hat es aber dennoch „nur“ auf 800 m geschafft. Ebenerdig findet man dort viele kleine Geschäfte und Boutiquen, während sich in den oberen Etagen Wohnungen befinden.

Da an diesem Tag leider eine wichtige Veranstaltung in Brüssel stattfand, hatten wir leider keine Zeit diese wunderschöne Stadt noch näher kennen zu lernen. Mechthild führte uns nach Ihrer Führung zum Bus zurück. 

Kloster Heidberg und Ostbelgien

Auf der Rückfahrt von Brüssel haben wir einen Zwischenstopp in Eupen eingelegt und das Kloster Heidberg besucht. Dort erhielten wir eine kleine Führung durch die frisch renovierten Räumlichkeiten, früher bewohnt von einem Schwesternorden, heute als Seminar- und Eventmöglichkeit genutzt. Das Kloster existiert nur noch von den Räumlichkeiten her, die Kapelle wurde jedoch entweiht, wodurch dort keine religiösen Messen mehr abgehalten werden. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und besteht seit dem 18. Jahrhundert. Den Auftrag des Umbaus erteilte die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, wodurch nun ein vielfältiges und flexibles Nutzungsangebot mit Unterkunftsmöglichkeit entstanden ist. Insgesamt umfasst das Kloster 6 Seminar- und Tagungsräume, 38 Doppelzimmer, die Kapelle, ein Restaurant, eine Bar, einen hellen Innenhof und Parkplätze für über 80 Fahrzeuge. Besonders die Kapelle ist sehr gefragt für Events wie zum Beispiel Hochzeiten. Das Ambiente der Räumlichkeiten ist einmalig und wirklich besonders.

Zusätzlich hatten wir das Vergnügen, von der Leiterin der Tourismusagentur Ostbelgiens, Sandra De Taeye, dort empfangen zu werden. Frau De Taye hat uns das Konzept des ostbelgischen Tourismus vorgestellt. Dort konzentriert man sich vor allem auf Wandern und Radfahren. Es gibt verschiedenste Wanderrouten unter den Themen „Am Wasser entlang“ oder „Panorama und Höhenzüge“, welche unterschiedliche Längen aufweisen und zum Erlebnis einladen. Auch das Hohe Venn ist aufgrund seiner Größe und der dort unberührten Natur ein großer Anziehungspunkt für Wanderer. Gewandert werden kann sogar mit einer speziellen App, die als Routenplaner fungiert. Diese wurde von der Tourismusagentur selbst entwickelt. 

Auch der Radfahrer kommt in Ostbelgien nicht zu kurz, denn dort existieren zahlreiche Möglichkeiten an Radwegen, egal ob mit dem Mountain-  oder lieber mit dem E-Bike. Ganz neu ist die Vennbahn, einer der längsten Bahntrassenradwege Europas, welche durch drei Länder führt. Natur, Grenzlandflair und Vennbahngeschichten begleiten die Tour durch Deutschland, Belgien und Luxemburg 125 Kilometer weit. Die Strecke ist überwiegend asphaltiert und steigungsarm und gehört deshalb zum RAVeL-Programm Ostbelgiens, welches übersetzt für „Autonomes Netz für langsam fließenden Verkehr“ steht. Auch für die Übernachtung gibt es in Ostbelgien zahlreiche Bed & Bike-Angebote. Die Entwicklung des Tourismus in Ostbelgien hat gezeigt, dass mittlerweile nicht nur Sportler und Senioren die zahlreichen Angebote nutzen. Immer mehr Familien mit Kindern kommen, um die Natur vor Ort zu erleben, sehr zur Freude Ostbelgiens.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Tag für uns sehr informativ und interessant war. Man hat uns Einblicke in verschiedene Berufsmöglichkeiten gegeben und es wurden erste Kontakte geknüpft. Schade war nur, dass für die einzelnen Stationen zu wenig Zeit vorhanden war.

Text und Fotos: Monika Schmitz

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