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...mit Schülerinnen und Schülern der
•    Wirtschaftsfachschule für Tourismus
•    Kaufleute für Büromanagement
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Um 13:30 Uhr begann unsere Wanderung durch den Nationalpark Eifel. Treffpunkt war der „Wilde Kermeter“ und dort erwartete uns schon der Ranger Herr Wiesen. Er begleitete uns auf der 4,5 km langen Wanderung und gab uns sehr viele interessante Informationen über den Nationalpark Eifel sowie über den Beruf als Ranger.

 

Schüler im Wald

Zu Anfang gab er uns einige allgemeine Infos über den Nationalpark. Der Nationalpark wurde 2004 gegründet und ist der einzige Nationalpark in Deutschland, der zwei Eigentümer hat: das Land NRW sowie den Bund. Er umfasst eine Fläche von 107 km², liegt in Nordrhein-Westfalen und ist auch barrierefrei ausgerichtet. Es arbeiten ca. 70 Mitarbeiter für den Nationalpark und das Jahresbudget beträgt ca. 7 Mio. Euro.

Die Schüler und der Ranger

Der Nationalpark Eifel beheimatet über 900 gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste. Allein 1300 Käferarten wurden in seinen Wäldern entdeckt. Des Weiteren leben die Wildkatze und der Schwarzstorch im Nationalpark Eifel. Der älteste Baum ist ca. 300 Jahre alt. Außerdem stellte er klar, dass schon alleine der Name „Nationalpark“ sowie das Wasser (durch den Rursee, der im Nationalpark liegt), starke Anziehungspunkte sind. Im Letzen Jahr wurden 870.000 Besucher gezählt. Dies ist mehr als eine Verdopplung zu den letzten Jahren.

Das Motto des Nationalparks lautet „Natur, Natur sein lassen“ und das haben wir während unserer Wanderung erleben können.

Eine wichtige Rolle spielt die Buche im Nationalpark. Durch starke Konkurrenzkraft gegenüber anderen Pflanzen der Laubwälder wird sie im Nationalpark Eifel im Laufe der Zeit ihre natürliche Vorherrschaft ausbauen und sich von ganz alleine ausbreiten.

Anders sieht es mit der Baumart der Douglasie aus. Ziel des Nationalparks ist es bis 2017 diese Baumart komplett zu entfernen, da es keine heimische Baumart ist. Hier werden aber keine Maschinen eingesetzt. Die Rinde wird am unteren Teil des Baums entfernt. Somit erhält der Baum keine Nährstoffe mehr und stirbt ab. Das Holz wird dann für den Bau von Schutzhütten, Bänken, Waldsofas usw. im Nationalpark genutzt. Bei den Fichten kommt es zu einer natürlichen Auslese durch bestimmte Käfer.

Im Nationalpark gibt es an einigen Stellen Infotafeln und Schilder mit Koordinaten und  Hilfspunkten. Falls etwas passieren sollte, kann ein Krankenwagen direkt zum Verletzten vorfahren. Falls man sich verlaufen sollte, werden Ranger kontaktiert, die zum Hilfspunkt kommen und die Gäste wieder auf den richtigen Weg bringen.

Alle 200 m haben wir eine Raststelle bzw. Bänke gesichtet. Dies muss so sein, da man durch den Zusatz „barrierefrei“ Fördermittel erhält und hierfür solche Kriterien erfüllen muss.

Außerdem haben wir an einigen Stellen unserer Wanderung Audio-Infotafeln kennengelernt. Die Erklärungen werden dann in Deutsch, Englisch, Französisch, aber auch in „verständlicher Sprache“ angeboten.

Nach der Hälfte unserer Wanderung kamen wir zum Aussichtspunkt Hirschley. Hier hatten wir einen wunderschönen Blick über den Nationalpark und den Rursee. Der Rursee ist der zweitgrößte Stausee in Deutschland.

Der Ranger zeigt etwas

Auf unserem Weg trafen wir auch ein paar Bewohner des Nationalparks, unter anderem eine kleine Kröte und eine Blindschleiche. Hierzu gab Herr Wiesen interessante Informationen.

Zum Schluss durften wir noch einen natürlichen Parcours meistern, der nur aus Bäumen des Nationalparks besteht.

Nach ca. 2,5 Stunden kamen wir wieder an unserem Startpunkt zurück und die Wanderung war beendet.

Der Ausflug zum Nationalpark war ein sehr interessanter Ausflug für uns und vor allem ein tolles Erlebnis.

Text und Fotos: Sarah Wiesen

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