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Am Dienstag, den 05.04. hatte die Oberstufe des Wirtschaftsgymnasiums (WG15) die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen eines der größten Automobilkonzerne der Welt zu werfen. Das Ford Werk in Köln-Niehl gilt als europäisches Spitzenwerk für effiziente und produktive Fertigung und ist derzeit Marktführer im Kleinwagensegment in Europa. Die Schülerinnen und Schüler des Berufskolleg Eifel konnten hier im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung aus nächster Nähe einen Eindruck von der Fertigung des Ford Fiesta gewinnen, von welchem im Jahr bis zu 400.000 hergestellt werden.

 

Nachdem wir im Besucherzentrum zum Einstieg einen kurzen Informationsfilm über die Unternehmens- und Produktgeschichte von Ford erhalten haben, fuhren wir mit einem kleinen Zug durch die Produktionshallen der Fiesta-Fertigung, wobei uns unsere Zugführerin gleichzeitig mittels Lautsprecher über die Besonderheiten während der Fahrt aufgeklärt hat. Bei der Besichtigung war es wichtig Schutzbrillen zu tragen und die Handys ausgeschaltet zu lassen, da absolutes Video- und Fotografierverbot einzuhalten galt.

Unsere Tour startete im Presswerk, in welchem bei großem Lärm von riesigen Pressen Karosserieteile geformt werden. Diese werden anschließend zu Rohkarossen zusammengebaut, so dass an dieser Stelle schon der Fiesta erkennbar ist. Die meisten Arbeitsschritte werden dabei von Robotern ausgeführt, wovon sowohl Lehrer als auch Schüler sichtbar beeindruckt waren. Als nächstes durchläuft die Rohkarosse die Lackierhallen, welche wir uns leider nur von außen ansehen durften, da dieser Produktionsschritt isoliert von jeglichen Staubpartikeln von Robotern vollzogen werden muss. Andernfalls würden sich Fehler in der Lackierung bemerkbar machen.

Schülergruppe

Die nächste Halle, die unser Zug nun ansteuerte, war die der Endmontage, wo der lackierten Rohkarosse ein Innenleben verschafft wird. Autositze, Airbags, Lenkräder, Motorhaube, Türen und weitere Teile der Innenausstattung werden dem Fiesta hier in festgelegten Produktionsprozessen hinzugefügt. An einer Stelle durften wir den Zug auch verlassen und live bei der sogenannten Hochzeit zusehen; so nennt sich nämlich der Schritt in der Fahrzeugmontage, bei welchem Fahrwerk, Karosserie und Motor zusammenfinden.

Zum Schluss der Produktion muss jeder Fiesta vom Band und sich einer strengen Qualitätskontrolle, sowohl innerhalb der Hallen als auch auf dem Werkgelände unterziehen. Erst wenn dieser finale Prüfprozess erfolgreich durchlaufen wurde, wird der Ford Fiesta an den jeweiligen Händler gesandt.
Während der gesamten Werksbesichtigung konnten unsere Schüler der Mitarbeiterin Fragen rund um die Produktion und das Unternehmen stellen und wurden über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen informiert.


 

Text: Eva Schneider
Foto: Holger Tintelott

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